Abgleichfunktionen

Mit CustomerFeed-, CampaignFeed- und AdGroupFeed-Objekten in AdWords können Sie Auswahlkriterien für Feedelemente über eine Abgleichfunktion definieren. Eine Abgleichfunktion enthält drei Felder (Attribute):

Feld Typ
lhsOperand FunctionArgumentOperand
operator Function.Operator
rhsOperand FunctionArgumentOperand

Für eine Function zur Auswahl von FeedItems mit feedItemId 1000001, 1000002 oder 1000003 lauten die Attribute beispielsweise wie folgt:

  1. lhsOperand = RequestContextOperand mit contextType = FEED_ITEM_ID
  2. operator = IN
  3. rhsOperand = [1000001, 1000002, 1000003]

Statt Operand- und Operator-Objekte zu erstellen, können Sie auch functionString der Funktion festlegen. Mit dem folgenden Function-String wird das gleiche Ergebnis wie im Beispiel oben erzielt:

IN(FEED_ITEM_ID,{1000001,1000002,1000003})

Sie können auch mehrere Funktionen kombinieren, um eine neue Funktion zu erstellen. Dabei gelten allerdings einige Einschränkungen.

In den folgenden Abschnitten werden die Regeln erläutert, anhand derer die AdWords API Abgleichfunktionen validiert.

Beispiele für Feedelemente

In diesem Leitfaden werden die folgenden Feedelemente aus der fiktiven Feed-ID 12345678 als Beispiele verwendet.

Feedelement-ID Attribut 0
Name
Attribut 1
Zeile 2
Attribut 2
Zeile 3
Attribut 3
Finale URLs
1000001 Mars cruise Travel at light speed 140 million miles [http://www.example.com/mars]
1000002 Venus cruise Travel at light speed 162 million miles [http://www.example.com/venus]
1000003 Jupiter cruise Lunch included 365 million miles [http://www.example.com/jupiter1, http://www.example.com/jupiter2]
1000004 Moon cruise Free pretzels 238,900 miles [http://www.example.com/moon]

Funktionstypen

Von der API werden die folgenden Funktionstypen für Blattknoten unterstützt. Aus mehreren Funktionen gebildete Funktionen werden im nächsten Abschnitt behandelt.

Auswahl nach Plattform (Mobilgerät oder Desktop-PC)

Mit diesem Funktionstyp können Sie die Auslieferung bestimmter Anzeigenerweiterungen (Platzhaltertypen) auf Nutzer von Mobilgeräten oder Desktop-PCs beschränken.

Feld Gültiger Wert
lhsOperand RequestContextOperand mit contextType = DEVICE_PLATFORM
operator EQUALS
rhsOperand ein einzelner ConstantOperand: entweder Mobile oder Desktop (Groß-/Kleinschreibung beachtet)
Beispiel für Funktionsstring
EQUALS(CONTEXT.DEVICE,"Mobile")

Auswahl nach Feedelement-ID

Mit diesem Funktionstyp lassen sich Feedelemente durch Angabe ihrer feedItemIds auswählen.

Mit dem Funktionsstring unten werden die ersten drei Feedelemente ("Mars cruise", "Venus cruise" und "Jupiter cruise") anhand ihrer Feedelement-IDs ausgewählt.

Feld Gültiger Wert
lhsOperand RequestContextOperand mit contextType = FEED_ITEM_ID
operator EQUALS oder IN
rhsOperand ein oder mehrere ConstantOperands
  • muss genau ein ConstantOperand für EQUALS sein
  • maximal 20 ConstantOperands für IN
Beispiel für Funktionsstring
IN(FEED_ITEM_ID,{1000001,1000002,1000003})

Auswahl nach Feedattribut

Mit diesem Funktionstyp können Sie Feedelemente je nach Wert eines bestimmten Feedelementattributs auswählen.

Mit dem Funktionsstring unten werden das erste, zweite und vierte Feedelement anhand ihrer Werte für Attribut 0 ausgewählt.

Feld Gültiger Wert
lhsOperand FeedAttributeOperand mit Festlegung von feedId und feedAttributeId
operator EQUALS oder CONTAINS_ANY
rhsOperand ein oder mehrere ConstantOperands
  • muss genau ein ConstantOperand für EQUALS sein
  • maximal drei ConstantOperands für CONTAINS_ANY
Beispiel für Funktionsstring
CONTAINS_ANY(FeedAttribute[12345678,0],{"Mars cruise","Venus cruise","Moon cruise"})

Identitätsfunktionen (immer "true" oder immer "false")

Mit dieser Funktion können Sie eine Bedingung definieren, die immer den Wert "true" bzw. "false" zurückgibt.

Im Beispiel für einen Funktionsstring unten wird keines der Feedelemente im Feed ausgewählt. Verwenden Sie diesen Funktionstyp, um Anzeigenerweiterungen eines bestimmten Typs auf Kunden-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene zu deaktivieren.

Mit dem Funktionsstring IDENTITY(true) können Sie auch alle Feedelemente im Feed auswählen. Sie sollten diesen String jedoch nur bei einem CustomerFeed für Standorte verwenden.

Feld Gültiger Wert
lhsOperand genau ein ConstantOperand; sein booleanValue ist auf true oder false festgelegt
operator IDENTITY
rhsOperand keiner
Beispiel für Funktionsstring
IDENTITY(false)

Funktionen kombinieren

Sie können FunctionOperanden mit dem Operator AND verwenden, um zwei oder mehr Funktionen logisch zu einer neuen Abgleichfunktion zu kombinieren.

Mit dem Funktionsstring unten werden die ersten drei Feedelemente anhand ihrer Feedelement-ID ausgewählt. Dies gilt allerdings nur, wenn die Impression auf einem Mobilgerät erfolgt.

Feld Gültiger Wert
lhsOperand Mindestens zwei FunctionArgumentOperanden
operator AND
rhsOperand keiner
Beispiel für Funktionsstring
AND(IN(FEED_ITEM_ID,{1000001,1000002,1000003}),EQUALS(CONTEXT.DEVICE,"Mobile"))

Beim Kombinieren von Funktionen kann der lhsOperand nur die folgenden Komponenten enthalten:

Außerdem können Sie nur einen FunctionOperand in einer Funktion auf der obersten Ebene verwenden. FunctionOperanden können nicht verschachtelt werden.

Hier sehen Sie einige Beispiele für gültige und ungültige Funktionsstrings:

Funktionsstring Gültig Hinweise
AND(
 IN(FEED_ITEM_ID,{1000001,1000002,
   1000003}),
 EQUALS(CONTEXT.DEVICE,"Mobile"))
Ja Gültig – besteht aus einer Feedelement-ID-Funktion und einer Plattformfunktion
AND(
 CONTAINS_ANY(FeedAttribute[12345678,0],
   {"Mars cruise","Venus cruise",
    "Moon cruise"}),
 EQUALS(CONTEXT.DEVICE,"Mobile"))
    
Ja Gültig – besteht aus einer Feedattribut-Funktion und einer Plattformfunktion
AND(
 CONTAINS_ANY(FeedAttribute[12345678,0],
   {"Mars cruise","Venus cruise",
    "Moon cruise"}),
 CONTAINS_ANY(FeedAttribute[12345678,2],
   {
     "140 million miles",
     "162 million miles"}))
    
Ja Gültig – besteht aus zwei Feedattribut-Funktionen
AND(
 IN(FEED_ITEM_ID,{1000001,1000002,
   1000003}),
 CONTAINS_ANY(FeedAttribute[12345678,0],
   {"Mars cruise","Venus cruise",
    "Moon cruise"}))
    
Nein Ungültig – Feedelement-ID-Funktionen und Feedattribut-Funktionen können nicht kombiniert werden
AND(
 AND(
  IN(FEED_ITEM_ID,
     {1000001,1000002,1000003}),
   EQUALS(CONTEXT.DEVICE,"Mobile")),
 AND(
   CONTAINS_ANY(
     FeedAttribute[12345678,0],
     {"Mars cruise","Venus cruise",
      "Moon cruise"}),
   CONTAINS_ANY(FeedAttribute[
     12345678,1],
     {"Free pretzels","Lunch included"})
 )
)
    
Nein Ungültig – kombinierte Funktionen können nicht verschachtelt werden

Regeln für Funktionsoperatoren

Für die einzelnen Funktionsoperatoren gelten die folgenden Validierungsregeln:

Operator IN

Der rhsOperand muss mindestens ein und darf nicht mehr als 20 ConstantOperand-Objekte enthalten.

Operator EQUALS

Der rhsOperand muss genau ein ConstantOperand-Objekt enthalten.

Operator AND

Der lhsOperand muss mindestens zwei FunctionOperand-Objekte enthalten. Der rhsOperand darf nicht angegeben werden.

Operator CONTAINS_ANY

Der rhsOperand muss mindestens ein und darf nicht mehr als drei ConstantOperand-Objekte enthalten.

Operator IDENTITY

Der lhsOperand muss in seinem booleanValue genau ein ConstantOperand-Objekt enthalten. Der rhsOperand darf nicht angegeben werden.

Regeln für CustomerFeed-Funktionen

Ein CustomerFeed kann nur einen der folgenden Platzhaltertypen haben:

Für eine CustomerFeed-Abgleichfunktion können Sie alle Funktionstypen und Funktionskombinationen von oben verwenden. Ausgenommen davon ist ein CustomerFeed für Standorte.

CustomerFeed für Standorte

Ein CustomerFeed für den Platzhaltertyp für Standorte darf nur einer der folgenden sein:

oder

Regeln für CampaignFeed- und AdGroupFeed-Funktionen

Zum Erstellen von Abgleichfunktionen für CampaignFeed- und AdGroupFeed-Objekte können Sie alle Funktionstypen und Funktionskombinationen von oben verwenden.

FeedItem-Ausrichtungsoptionen

Zusätzlich zur Festlegung einer Abgleichfunktion auf Kunden-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene können Sie mit den Attributen campaignTargeting, adGroupTargeting oder keywordTargeting Ausrichtungsoptionen für einzelne Feedelemente festlegen.

Diese Ausrichtungsoptionen werden mit der Abgleichfunktion kombiniert, um zu entscheiden, welche Feedelemente bei einer bestimmten Impression verwendet werden.

Angenommen, Sie erstellen ein FeedItem mit den folgenden Ausrichtungsoptionen:

  • adGroupTargeting.TargetingAdGroupId = 12345
  • keywordTargeting.id = 7890

Anschließend definieren Sie einen AdGroupFeed für Platzhaltertyp 1 (Sitelinks) mit einer Plattform-Abgleichfunktion für Mobile.

Bei Impressionen für diese Anzeigengruppe werden von AdWords Sitelinks aus dem FeedItem nur dann ausgeliefert, wenn die Impressionsattribute sowohl die FeedItem-Ausrichtungsoptionen als auch die AdGroupFeed-Abgleichfunktion erfüllen.

Beispiel 1

Impressionsattribute: Anzeigengruppen-ID 12345, Keyword 7890 und Desktop-PC-Nutzer

Ergebnis: Das FeedItem wird nicht verwendet, da die Plattform (Desktop) nicht die AdGroupFeed-Abgleichfunktion erfüllt.

Beispiel 2

Impressionsattribute: Anzeigengruppen-ID 12345, Keyword 8910 und Mobilgerätnutzer

Ergebnis: Das FeedItem wird nicht verwendet, da das Keyword (7890) nicht die FeedItem-Ausrichtungsoptionen erfüllt.

Beispiel 3

Impressionsattribute: Anzeigengruppen-ID 12345, Keyword 7890 und Mobilgerätnutzer

Ergebnis: Das FeedItem wird verwendet, da die Attribute sowohl die AdGroupFeed-Abgleichfunktion als auch die FeedItem-Ausrichtungsoptionen erfüllen.

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