Digitale Anmeldedaten sind kryptografisch überprüfbare Dokumente, mit denen ein Nutzer authentifiziert, autorisiert oder anderweitig verifizierte Informationen über ihn bereitgestellt werden können. Diese Dokumente, z. B. digitale Führerscheine, digitale Reisepässe und digitale Identitätsnachweise, werden sicher in digitalen Wallets gespeichert.
Ausweise online akzeptieren
Google entwickelt ein offenes, sicheres, privates und standardbasiertes Ökosystem für digitale Wallets. Durch die Integration der W3C Digital Credentials API können vertrauende Parteien (Apps und Websites) nahtlos einen überprüfbaren Identitäts- und Altersnachweis aus dem Google Wallet eines Nutzers oder einem anderen konformen digitalen Wallet anfordern und gleichzeitig den Datenschutz maximieren.
Anwendungsfälle für Ausweise in Google Wallet
- Altersnachweis: Fordern Sie einen Altersnachweis an, bevor Artikel mit Altersbeschränkung oder Zugriff auf Orte mit Altersbeschränkung erworben werden.
- Identitätsüberprüfung: Fordere den Namen und die Adresse an, um die Identität einer Person zur Einhaltung rechtlicher Vorgaben oder zur Betrugsbekämpfung zu überprüfen.
- Fahrberechtigungen: Überprüfe, ob eine Person ein Auto fahren darf (z. B. bei Verleih eines Autos).
Warum in Google Wallet integrieren?
Die Einbindung der Digital Credentials API bietet strategischen Mehrwert, da Sie Identitätsattribute online kostenlos, auf mehreren Geräten und in verschiedenen Browsern nahtlos überprüfen können.
- Kostenlos: Eine zentrale API, mit der Sie kostenlos Berechtigungsnachweise aus Google Wallet (und anderen kompatiblen Wallets) anfordern und abrufen können.
- Interoperabel und standardisiert: Basiert auf globalen offenen Standards wie W3C Digital Credentials, OpenID4VP und ISO 18013-5/7. Dies gewährleistet die Kompatibilität mit globalen Identitäts-Ökosystemen und entspricht dem eIDAS 2.0-Framework der EU.
- Browser- und geräteübergreifend:Ein einheitlicher Mechanismus, der im Web und auf Android-Geräten funktioniert. Sie unterstützt die gleichzeitige Verwendung mehrerer Wallets, sodass Nutzer die Wahl haben und die Interoperabilität gefördert wird.
- Vertrauenswürdige, überprüfbare Signale: Gehen Sie über selbst deklarierte Informationen hinaus. Kryptografisch signierte Identitäts- und Altersattribute von staatlichen oder vertrauenswürdigen privaten Ausstellern erhalten (unterstützte Aussteller ansehen).
- Nahtlose Nutzererfahrung: Google Wallet ist auf über 3 Milliarden Android-Geräten in mehr als 200 Ländern verfügbar. Nutzer können ihre Berechtigungsnachweise nativ in der App oder im Web mit minimalem Aufwand vorlegen.
Datenschutzorientierte und Zero-Knowledge-Proofs (ZKP)
Bei digitalen Identitätssystemen, die auf der direkten Weitergabe von Daten basieren, müssen Nutzer oft zu viele personenbezogene Daten preisgeben. Google Wallet löst dieses Problem, indem es zusätzlich zu den bestehenden ISO 18013-7-mdocs Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) unterstützt.
ZKP ist eine kryptografische Methode, mit der Nutzer eine Aussage beweisen können (z. B. „Ich bin über 18“), ohne die zugrunde liegenden Daten (z. B. ihr genaues Geburtsdatum) preiszugeben.

- Selektive Offenlegung:Sie fordern nur die Attribute an, die für Ihren Anwendungsfall unbedingt erforderlich sind.
- Nicht verknüpfbar: Transaktionen sind an Geräte gebunden. ZKP sorgt dafür, dass die Präsentationen weder vom Aussteller noch von der vertrauenden Partei oder von Google identifiziert oder nachverfolgt werden können.
- Kein Server-Tracking:Google speichert keine Daten zu Anmeldedaten auf seinen Servern. Alles wird lokal und sicher auf dem Gerät des Nutzers in einem vertrauenswürdigen Container gespeichert.
- Nutzereinwilligung: Apps können das Wallet nicht ohne Zustimmung des Nutzers abfragen. Die API muss vom Nutzer aufgerufen werden, um den Datenschutz zu gewährleisten. Vor der Weitergabe von Daten ist eine Nutzerauthentifizierung (biometrische Daten, PIN oder Muster) erforderlich.
User Experience
Unabhängig davon, ob ein Nutzer sein Alter für eingeschränkte Inhalte bestätigt oder seine Identität für das Onboarding angibt, ist der Prozess optimiert, um Reibungspunkte zu minimieren.
1. Standardmäßiger In-App-/Web-Ablauf
Wenn ein Nutzer auf den Button „Mit digitalem Ausweis bestätigen“ klickt, gleicht der Credential Manager (unter Android) oder der Browser die Anfrage mit den infrage kommenden Ausweisen ab.
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| Nutzer wird aufgefordert, sein Alter in der App oder auf der Website zu bestätigen | Nutzer sieht verfügbare infrage kommende Anmeldedaten | Der Nutzer sieht die Bestätigungsseite in Google Wallet. | Nutzer authentifiziert sich, um die Freigabe zu bestätigen | An App oder Website gesendete Daten |
Wichtige Hinweise
- Die App oder Website kann den Einstiegspunkt zur API flexibel erstellen. Wie in Schritt 1 gezeigt, empfehlen wir, eine allgemeine Schaltfläche wie „Mit digitalem Ausweis bestätigen“ anzuzeigen, da wir davon ausgehen, dass im Laufe der Zeit über die API auch andere Optionen als Google Wallet verfügbar sein werden.
- Der Auswahlbildschirm in Schritt 2 wird von Android gerendert. Infrage kommende Ausweise werden durch einen Abgleich zwischen der von jedem Wallet bereitgestellten Registrierungslogik und der von der vertrauenden Partei gesendeten Anfrage ermittelt.
- Schritt 3 wird von Google Wallet gerendert. Google Wallet zeigt den Namen, das Logo und die Datenschutzerklärung an, die der Entwickler auf diesem Bildschirm angibt.
2. Geräteübergreifender Ablauf
Nutzer können ihr Gerät verwenden, um einen Berechtigungsnachweis auf einem anderen Gerät vorzulegen, z. B. einen Ausweis in einem Desktop-Webbrowser. Bluetooth muss verwendet werden, um Geräte in der Nähe zu erkennen und eine Verbindung herzustellen.
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| Nutzer wird auf der Desktopwebsite aufgefordert, sein Alter zu bestätigen | Der Nutzer sieht einen QR-Code, um die Präsentation auf dem Mobilgerät fortzusetzen. | Nutzer legt Berechtigungsnachweis auf dem Smartphone vor | Überprüfung des Nutzers abgeschlossen |
Hinweis: Der geräteübergreifende Ablauf ist nur verfügbar, wenn der Partner signierte Anfragen implementiert hat.
3. Kein digitaler amtlicher Ausweis verfügbar
Wenn der Nutzer keinen Berechtigungsnachweis hat oder die Wallet App nicht installiert ist, kann er ganz einfach einen Berechtigungsnachweis erstellen. Nutzer ohne die App werden zum Google Play Store weitergeleitet. Wenn sie die App haben, aber keine ID, können sie die ID über eine Benutzeroberfläche auf dem halben Bildschirm erstellen, ohne deine App zu verlassen.
Ablauf zum Hinzufügen eines digitalen Ausweises
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| Nutzer wird aufgefordert, sein Alter in der App oder auf der Website zu bestätigen | Nutzer wird die Option angezeigt, ein Wallet zum Hinzufügen eines digitalen amtlichen Ausweises auszuwählen | Der Nutzer wird zu Google Wallet weitergeleitet, um einen digitalen Ausweis hinzuzufügen. |
Hinweis: Dieser Ablauf wird derzeit nur für vertrauende Seiten angeboten, die einen digitalen Identitätsnachweis anfordern.
Kein digitaler amtlicher Ausweis verfügbar
Wenn der Nutzer „Mit digitalem Ausweis bestätigen“ auswählt und die vertrauende Partei keinen digitalen Identitätsnachweis anfordert oder der Nutzer keinen berechtigten Ausweis hat, wird diese Fehlermeldung angezeigt.
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| Nutzer wird aufgefordert, sein Alter in der App oder auf der Website zu bestätigen | Nutzer wird ein Fehler angezeigt, wenn er keinen digitalen Ausweis hat |
Nächste Schritte
Bereit, digitale amtliche Ausweise zu akzeptieren? Wählen Sie zuerst Choose Your Path (Pfad auswählen) aus, um zwischen Relying Party (Vertrauende Partei), Verifier Registrar (Prüfstelle) und In-Person (Persönlich) zu wählen, und folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Integration.
Häufig gestellte Fragen zum Onboarding und Einstieg findest du in den FAQs zu digitalen Identitäten und Ausweisen.
Ausweise persönlich (offline) akzeptieren
Ausweise in Google Wallet basieren auf dem internationalen ISO 18013-5-Standard für digitale Führerscheine. Das bedeutet:
- Alle Daten auf dem Ausweis werden durch eine kryptografische Signatur gesichert, um eine sichere und nahtlose Bestätigung zu ermöglichen
- Ausweise können nahtlos mit einer NFC-Funktion oder QR-Code-Scan präsentiert werden, wobei die Daten über BLE übertragen werden.
- Nutzer haben die Möglichkeit, die angeforderten Daten vor der Freigabe zu überprüfen. Sie müssen nur die für die Transaktion relevanten Elemente freigeben und nicht den gesamten Ausweis.
- Nutzer müssen sich vor der Freigabe auf dem Gerät authentifizieren
- Alle Geräte, die Ausweise von Google Wallet akzeptieren, können Ausweise von jeder anderen Anwendung oder Wallet akzeptieren, die diesen Standard implementieren.
- Keine Zulassungsliste für mDLs erforderlich: Wenn Ihr Lesegerät bereits den Standard-ISO/IEC 18013-5-mdoc-Abruf unterstützt, können Sie mobile Führerscheine (
org.iso.18013.5.1.mDL) aus Google Wallet anfordern, ohne auf die Zulassungsliste oder das Onboarding warten zu müssen. Hinweis: Digitale Identitätsnachweise werden derzeit nur für die Online-Präsentation unterstützt, nicht für die persönliche Vorlage.
Ausführliche Informationen zur Implementierung finden Sie unter In-person Acceptance (Offline).
In diesem Video wird gezeigt, wie Ausweise in Google Wallet präsentiert werden:













