So funktionieren strukturierte Daten

Bei der Google-Suche finden komplexe Vorgänge statt, um die Inhalte einer Seite zu erkennen. Du kannst uns helfen, indem du strukturierte Daten in eine Seite aufnimmst und Google so explizite Hinweise zur Bedeutung der Seite gibst. Strukturierte Daten sind ein standardisiertes Format, mit dem du Informationen zu einer Seite angeben und die Seiteninhalte klassifizieren kannst. Auf einer Rezeptseite können das beispielsweise Angaben wie Zutaten, Garzeiten und -temperatur oder Kalorien sein.

Mithilfe der im Web gefundenen strukturierten Daten kann Google die Inhalte der Seite verstehen und so auch Informationen über das Web und die Welt im Allgemeinen erfassen. Hier siehst du zum Beispiel ein Snippet für strukturierte JSON-LD-Daten, das auf einer Rezeptseite angezeigt werden könnte und den Titel des Rezepts, den Autor des Rezepts und andere Details beschreibt:

<html>
  <head>
    <title>Party Coffee Cake</title>
    <script type="application/ld+json">
    {
      "@context": "https://schema.org/",
      "@type": "Recipe",
      "name": "Party Coffee Cake",
      "author": {
        "@type": "Person",
        "name": "Mary Stone"
      },
      "datePublished": "2018-03-10",
      "description": "This coffee cake is awesome and perfect for parties.",
      "prepTime": "PT20M"
    }
    </script>
  </head>
  <body>
  <h2>Party coffee cake recipe</h2>
  <p>
    This coffee cake is awesome and perfect for parties.
  </p>
  </body>
</html>

Mithilfe von strukturierten Daten werden bei der Google-Suche auch spezielle Suchergebnisfunktionen ermöglicht und die Suchergebnisse optimiert. Beispielsweise kann eine Rezeptseite mit gültigen strukturierten Daten in Form eines grafischen Suchergebnisses erscheinen, wie du es hier siehst:

Darstellung in der Suche

Rich-Suchergebnis für Apfelkuchenrezept

Strukturierte Daten

<html>
  <head>
    <title>Apple Pie by Grandma</title>
    <script type="application/ld+json">
    {
      "@context": "https://schema.org/",
      "@type": "Recipe",
      "name": "Apple Pie by Grandma",
      "author": "Elaine Smith",
      "image": "http://images.edge-generalmills.com/56459281-6fe6-4d9d-984f-385c9488d824.jpg",
      "description": "A classic apple pie.",
      "aggregateRating": {
        "@type": "AggregateRating",
        "ratingValue": "4.8",
        "reviewCount": "7462",
        "bestRating": "5",
        "worstRating": "1"
      },
      "prepTime": "PT30M",
      "totalTime": "PT1H30M",
      "recipeYield": "8",
      "nutrition": {
        "@type": "NutritionInformation",
        "calories": "512 calories"
      },
      "recipeIngredient": [
        "1 box refrigerated pie crusts, softened as directed on box",
        "6 cups thinly sliced, peeled apples (6 medium)"
      ]
    }
    </script>
  </head>
  <body>
  </body>
</html>

Da jedes einzelne Element des Rezepts durch die strukturierten Daten mit einem Label versehen ist, können Nutzer anhand verschiedener Kriterien wie Zutaten, Kalorienanzahl, Garzeit usw. nach dem Rezept suchen.

Strukturierte Daten werden mithilfe von In-Page-Markup auf der Seite codiert, auf die sich die Informationen beziehen. Aufgabe der strukturierten Daten auf einer Seite ist es, die Inhalte dieser Seite zu beschreiben. Du solltest keine leeren Seiten nur für strukturierte Daten erstellen und auch keine strukturierten Daten über Informationen hinzufügen, die für den Nutzer nicht sichtbar sind – auch wenn die Informationen selbst korrekt sind. Weitere technische Anforderungen und Qualitätshinweise findest du in den allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten.

Format strukturierter Daten

In dieser Dokumentation werden strukturierte Daten im Hinblick auf ihre Relevanz für die Google-Suche beschrieben. Außerdem erfährst du, welche Elemente dafür erforderlich, empfohlen oder optional sind. In den meisten strukturierten Daten für die Google-Suche wird schema.org-Terminologie verwendet. Für das Verhalten bei der Google-Suche ist jedoch nicht die schema.org-Dokumentation maßgeblich, sondern die Dokumentation auf developers.google.com. Richte dich daher nach dieser. Attribute oder Objekte, die hier nicht beschrieben sind, werden von der Google-Suche nicht benötigt, auch wenn sie von schema.org als erforderlich gekennzeichnet sind.

Teste deine strukturierten Daten während der Entwicklung mit dem Testtool für Rich-Suchergebnisse und nach der Bereitstellung mithilfe der Statusberichte zu Rich-Suchergebnissen. So lässt sich die Qualität deiner Seiten überprüfen. Denn nachdem sie bereitgestellt wurden, kann es aufgrund von Problemen mit Vorlagen oder bei der Auslieferung zu Fehlern kommen.

Du musst alle erforderlichen Elemente angeben, damit ein Objekt in der Google-Suche mit optimierter Anzeige erscheinen kann. Je mehr empfohlene Funktionen du definierst, desto größer ist im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit, dass deine Informationen mit optimierter Anzeige in den Suchergebnissen erscheinen können. Allerdings ist es vorzuziehen, eine kleinere Anzahl empfohlener Elemente anzugeben, die dafür aber vollständig und korrekt sind, als zu versuchen, jedes mögliche empfohlene Element aufzunehmen. Dann kann es nämlich passieren, dass die Daten unvollständig, ungültig oder nicht korrekt sind.

Zusätzlich zu den hier dokumentierten Elementen und Objekten kann Google das Element sameAs und weitere strukturierte Daten von schema.org verwenden. Mit einigen dieser Elemente lassen sich eventuell künftige Suchfunktionen aktivieren.

Sofern nicht anders angegeben, werden bei der Google-Suche strukturierte Daten in folgenden Formaten unterstützt:

Format Beschreibung und Platzierung
JSON-LD* (empfohlen) JavaScript-Notation, die in ein <script>-Tag im Seitenkopf oder -text eingebettet ist. Das Markup überlappt sich nicht mit dem für den Nutzer sichtbaren Text. Verschachtelte Datenelemente wie das Land (Country) einer Postanschrift (PostalAddress) einer Musikspielstätte (MusicVenue) einer Veranstaltung (Event) können daher leichter ausgedrückt werden. Außerdem kann Google JSON-LD-Daten lesen, wenn sie dynamisch in die Inhalte der Seite eingefügt werden, beispielsweise durch JavaScript-Code oder eingebettete Widgets in deinem CMS (Content-Management-System).
Mikrodaten Eine HTML-Spezifikation einer offenen Community, die zum Verschachteln strukturierter Daten in HTML-Inhalten verwendet wird. Wie bei RDFa werden die Elemente, die du als strukturierte Daten bereitstellen möchtest, mithilfe von HTML-Tag-Attributen benannt. Mikrodaten werden normalerweise im Seitentext verwendet, können aber auch in den Kopfbereich eingebettet werden.
RDFa Eine HTML5-Erweiterung, die verknüpfte Daten unterstützt. Hierbei werden HTML-Tag-Attribute eingeführt, die den für Nutzer sichtbaren Inhalten entsprechen, die du für Suchmaschinen beschreiben möchtest. RDFa wird häufig im Kopfbereich und Haupttext der HTML-Seite verwendet.

Richtlinien für strukturierte Daten

Du solltest unbedingt die allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten und gegebenenfalls die Richtlinien für deinen speziellen Typ strukturierter Daten beachten. Ansonsten ist es möglich, dass deine strukturierten Daten in der Google-Suche nicht als Rich-Suchergebnisse erscheinen.

Strukturierte Daten erstellen, testen und freigeben

Wie du neue Seiten mit strukturierten Daten erstellst, erfährst du in dieser Anleitung.