So funktioniert Rendering in der Google-Suche

Der Googlebot nutzt einen Web-Renderingdienst (Web Rendering Service, WRS), der auf Chrome 41 (M41) basiert. Im Allgemeinen unterstützt der WRS dieselben Webplattformelemente und -funktionen wie die von ihm verwendete Chrome-Version. Eine vollständige Liste finden Sie unter chromestatus.com. Sie können auch die Vergleichsfunktion auf caniuse.com nutzen.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen und Unterschiede, die Sie beachten sollten. In diesem Dokument werden die Funktionen und APIs beschrieben, die im WRS explizit deaktiviert oder eingeschränkt sind.

Googlebot und WRS priorisieren wesentliche Seiteninhalte

Der Googlebot ist ein verantwortungsvoller Akteur im Web. Seine wichtigste Aufgabe ist das Crawling, ohne dabei das Nutzererlebnis auf der betreffenden Website zu beeinträchtigen. Der Googlebot und der WRS analysieren und identifizieren fortlaufend Ressourcen, die keine wesentlichen Seiteninhalte liefern, und rufen solche Ressourcen unter Umständen nicht ab. Berichts- und Fehleranfragen, die keine wesentlichen Seiteninhalte liefern, und andere ähnliche Arten von Anfragen werden beispielsweise nicht verwendet oder zum Extrahieren wesentlicher Seiteninhalte nicht benötigt.

WRS deaktiviert einige Schnittstellen und Funktionen

Mit der Funktionserkennung können Sie die vom WRS unterstützten APIs und Funktionen sowie gegebenenfalls Polyfills ermitteln (genau wie für jeden anderen Browser), denn die WRS-Funktionen können jederzeit aktualisiert werden:

  • IndexedDB- und WebSQL-Schnittstellen sind deaktiviert.
  • In der Service Worker-Spezifikation definierte Schnittstellen sind deaktiviert.
  • Die WebGL-Schnittstelle ist deaktiviert. 3D- und VR-Inhalte werden derzeit nicht indexiert.

Googlebot und WRS sind beim Seitenaufbau zustandslos

Nach Server- und Clientweiterleitungen lädt der WRS jede URL genau wie ein regulärer Browser. Unter Einführung in die Indexierung finden Sie eine Übersicht dazu, wie Google Inhalte findet. Der Status wird vom WRS beim Seitenaufbau jedoch nicht beibehalten:

  • Lokale Speicher- und Sitzungsspeicherdaten werden beim Seitenaufbau gelöscht.
  • HTTP-Cookies werden beim Seitenaufbau gelöscht.

ES6 wird vom WRS nicht unterstützt

Chrome M41 unterstützt keine ES6-Funktionen, z. B. Klassen. Denken Sie daran, JavaScript zu ES5 zu transpilieren, falls Sie ES6 verwenden.

Webkomponenten werden vom WRS nur eingeschränkt unterstützt

Fügen Sie Ihre Inhalte nach Möglichkeit in Light DOM ein. Zum Kapseln und Ausblenden von Implementierungsdetails können Sie Shadow DOM verwenden. Wesentliche Inhalte wie Navigationselemente, Links, Überschriften sowie Ihr Haupttext und Ihre Bilder sollten immer in Light DOM vorliegen. Dadurch wird die Kompatibilität für Clients maximiert, die möglicherweise keine Unterstützung für Webkomponenten oder die Ausführung von JavaScript bieten.

Berechtigungsanfragen werden vom WRS abgelehnt

Alle Funktionen, für die die Zustimmung des Nutzers erforderlich ist, werden vom Googlebot automatisch abgelehnt. Eine vollständige Liste der betroffenen Funktionen finden Sie in der Registry für Berechtigungen. Beispiele sind die Camera API, die Geolocation API und die Notifications API.

Das WebSocket-Protokoll wird vom WRS und vom Googlebot nicht unterstützt

Der Googlebot und der WRS unterstützen nur HTTP/1.x und FTP – mit und ohne TLS.

Fehler verfolgen und Renderingprobleme beheben

Es ist wichtig, dass Sie neben der Nutzung der Funktionserkennung und von Polyfills auch clientseitige Fehler erfassen und analysieren, die möglicherweise dazu führen, dass sich Ihre Anwendung nicht ordnungsgemäß verhält, wenn Nutzer und der Googlebot darauf zugreifen.

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