Dynamische Bereitstellung

Bei der dynamischen Bereitstellung übermittelt der Server unter derselben URL unterschiedlichen HTML- und CSS-Code. Der verwendete Code hängt davon ab, welcher User-Agent die Seite angefordert hat.

Da es bei dieser Konfiguration nicht sofort erkennbar ist, dass die Website den HTML-Code für mobile User-Agents verändert – denn mobile Inhalte werden versteckt, wenn sie mit einem Desktop-User-Agent gecrawlt werden –, empfehlen wir, dass Sie den Server einen Hinweis senden lassen, durch den der Googlebot für Smartphones dazu aufgefordert wird, die Seite ebenfalls zu crawlen und so die mobilen Inhalte zu erfassen. Dieser Hinweis wird mithilfe des Vary-HTTP-Headers implementiert.

Bei der dynamischen Bereitstellung erhalten einzelne Geräte unter derselben URL unterschiedlichen Code.

TL;DR

  • Verwenden Sie den Vary-HTTP-Header, um Ihre Änderungen in Abhängigkeit vom User-Agent zu signalisieren.
  • Achten Sie darauf, User-Agent-Strings korrekt zu erfassen.

Der Vary-HTTP-Header

Der Vary-HTTP-Header erfüllt zwei wichtige und nützliche Funktionen:

  • Er signalisiert den bei ISPs und Drittanbietern verwendeten Cacheservern, dass bei der Entscheidung, ob die Seite aus dem Cache bereitgestellt wird, der User-Agent berücksichtigt werden soll. Ohne Vary-HTTP-Header könnten Inhalte im Cache, die für Computer vorgesehen sind, irrtümlich mobilen Nutzern angezeigt werden und umgekehrt.
  • Er unterstützt den Googlebot bei der schnelleren Erkennung Ihrer für Mobilgeräte optimierten Inhalte. Ein gültiger Vary-HTTP-Header ist eines der Signale, die wir zum Crawlen derjenigen URLs verwenden können, über die für Mobilgeräte optimierte Inhalte bereitgestellt werden.

Der Vary-HTTP-Header ist Teil der Antwort des Servers auf eine Anfrage, was wie folgt aussehen kann:

GET /page-1 HTTP/1.1
Host: www.example.com
(...rest of HTTP request headers...)

HTTP/1.1 200 OK
Content-Type: text/html
Vary: User-Agent
Content-Length: 5710
(... rest of HTTP response headers...)

Der Vary-Header informiert den Browser darüber, dass die Inhalte der Antwort je nach dem User-Agent, der die Seite anfragt, variieren. Wenn Ihr Server den Vary-HTTP-Header schon verwendet, können Sie "User-Agent" zur vorhandenen Liste hinzufügen.

User-Agents richtig erkennen

Die Erkennung von User-Agents – das sogenannte User-Agent-Sniffing – ist im Allgemeinen eine recht fehleranfällige Technik. Hierfür gibt es viele Gründe, jedoch treten drei Arten von Fehlern besonders häufig auf:

  1. Für die Erkennung von User-Agents ist eine Liste mit User-Agent-Strings oder -Teilstrings für den Abgleich nötig. Solche Listen müssen fortlaufend gepflegt und aktualisiert werden. Neue User-Agents, die darin nicht enthalten sind, werden auch nicht erkannt. Die Listen werden häufig nicht genügend gepflegt und sind deshalb veraltet, was die Nutzerfreundlichkeit erheblich beeinträchtigt.
  2. Oft gelingt der Abgleich nicht richtig und User-Agents werden falsch zugeordnet. So wird ein Desktop-User-Agent manchmal als mobiler User-Agent erkannt oder umgekehrt. Ebenso behandeln Websites Tablets häufig irrtümlicherweise als Smartphones. Achten Sie bei der Erkennung des User-Agents von Browsern darauf, dass Ihre Website nach smartphonespezifischen Strings sucht – zum Beispiel nach "Android" und "Mobil" – und nicht nur nach allgemeinen Zeichenfolgen von Mobilgeräten, zum Beispiel nur "Android". Weitere Informationen finden Sie in unserem Blogpost.

  3. Achten Sie bei der Erkennung von User-Agents besonders darauf, Cloaking zu vermeiden. Bei der Erkennung des User-Agents versucht die Website, die Geräteklasse oder den Gerätetyp zu ermitteln, indem sie im User-Agent-String nach dem Gerätenamen sucht. Hierbei sollte nicht gezielt nach dem Googlebot gesucht werden. Alle Googlebot-User-Agents geben sich als ein bestimmtes Mobilgerät aus. Deshalb sollten Sie diese Googlebot-User-Agents genauso wie die entsprechenden Geräte behandeln.

Feedback geben zu...