Unterschiedliche URLs

Bei dieser Konfiguration gibt es für jede Desktop-URL eine zugehörige URL, über welche die für Mobilgeräte optimierten Inhalte bereitgestellt werden.

Ein häufig eingesetztes Modell ist, dass Seiten unter www.example.com für Desktopnutzer bereitgestellt werden und entsprechende Seiten für mobile Nutzer unter m.example.com verfügbar sind. Google bevorzugt kein bestimmtes URL-Format, solange alle URLs für alle Googlebot-User-Agents verfügbar sind.

Unterschiedliche mobile URLs stellen für Desktop- und Mobilgeräte und möglicherweise sogar für Tablets unterschiedlichen Code unter verschiedenen URLs bereit.

TL;DR

  • Stellen Sie die Beziehung zwischen zwei URLs mithilfe des Tags <link> und der Elemente rel="canonical" und rel="alternate" dar.

  • Identifizieren Sie User-Agent-Strings und leiten Sie sie richtig weiter.

Annotationen für Desktop-URLs und mobile URLs

Wir empfehlen die folgenden Annotationen, damit unterschiedliche mobile URLs von unseren Algorithmen besser ausgewertet werden können:

  1. Fügen Sie auf der Desktopseite ein spezielles link rel="alternate"-Tag hinzu, das auf die entsprechende mobile URL verweist. Dadurch ist für den Googlebot der Speicherort der mobilen Seiten Ihrer Website leichter aufzufinden.
  2. Fügen Sie auf der mobilen Seite das Tag link rel="canonical" hinzu, das auf die entsprechende Desktop-URL verweist.

Wir unterstützen zwei Methoden für diese Annotation: im HTML-Code der Seiten selbst und in Sitemaps. Nehmen wir zum Beispiel an, dass die Desktop-URL http://example.com/page-1 und die entsprechende mobile URL http://m.example.com/page-1 lautet. Die Annotationen in diesem Beispiel wären wie folgt:

Annotationen im HTML-Code

Fügen Sie auf der Desktopseite http://www.example.com/page-1 Folgendes hinzu:

<link rel="alternate" media="only screen and (max-width: 640px)"
 href="http://m.example.com/page-1">

Auf der mobilen Seite http://m.example.com/page-1 lautet die erforderliche Annotation wie folgt:

<link rel="canonical" href="http://www.example.com/page-1">

Dieses Tag rel="canonical" auf der mobilen Seite, das auf die Desktopseite verweist, ist obligatorisch.

Annotationen in Sitemaps

Die Annotation rel="alternate" für die Desktopseiten kann wie folgt in Sitemaps aufgenommen werden:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<url>
<loc>http://www.example.com/page-1/</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
media="only screen and (max-width: 640px)"
href="http://m.example.com/page-1" />
</url>
</urlset>

Das erforderliche Tag rel="canonical" sollte auch in diesem Fall zum HTML-Code der mobilen Seiten hinzugefügt werden.

Annotationen im Detail

Beachten Sie die Attribute des Link-Tags auf der Desktopseite:

  • Das Attribut rel="alternate" signalisiert, dass dieses Tag eine alternative URL zur Desktopseite angibt.
  • Der Wert des Medienattributs ist ein CSS-Medienabfragestring, mit dem die Medienfunktionen angegeben werden, die wiederum beschreiben, wann Google die alternative URL verwenden soll. In diesem Fall verwenden wir eine Medienabfrage, die in der Regel bei einer Optimierung für Mobilgeräte zum Einsatz kommt.
  • Das href-Attribut gibt die Adresse der alternativen URL an, also die Seite m.example.com.

Diese bidirektionale Annotation erleichtert dem Googlebot das Auffinden Ihrer Inhalte. Außerdem können unsere Algorithmen die Beziehung zwischen Ihren Desktopseiten und mobilen Seiten leichter nachvollziehen und entsprechend behandeln. Wenn Sie unterschiedliche URLs verwenden, um denselben Inhalt in verschiedenen Formaten bereitzustellen, werden die Google-Algorithmen mithilfe dieser Annotation darauf hingewiesen, dass die Inhalte der beiden URLs sich entsprechen und nicht als zwei verschiedene Einheiten, sondern als eine Einheit behandelt werden sollen. Wenn andererseits die Desktop- und die mobile Variante der Seite als unterschiedliche Entitäten behandelt werden, können sowohl die Desktop- als auch die mobilen URLs in den Desktop-Suchergebnissen erscheinen. Dabei fällt die Platzierung möglicherweise niedriger aus, als es der Fall wäre, wenn Google ihre Beziehung verstehen würde. Beachten Sie im Folgenden zudem einige bei dieser Konfiguration häufig gemachte Fehler:

  • Behalten Sie ein 1-zu-1-Verhältnis zwischen der mobilen und der entsprechenden Desktopseite bei, wenn Sie das Markup rel="alternate" und rel="canonical" verwenden. Achten Sie in diesem Fall vor allem darauf, nicht mehrere Desktopseiten so zu annotieren, dass sie auf eine einzelne mobile Website verweisen oder umgekehrt.
  • Überprüfen Sie Ihre Weiterleitungen mehrfach – sorgen Sie dafür, dass Desktopseiten nicht versehentlich auf eine einzelne mobile Seite ohne Bezug zur Desktopseite verweisen.
Wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, eine separate mobile Website zu implementieren, achten Sie auf häufig gemachte Fehler wie die Konfiguration fehlerhafter Weiterleitungen für mobile Nutzer.

Automatische Weiterleitung

Wenn eine Website unterschiedliche URLs für Desktop-Browser und mobile Browser verwendet, kann es sinnvoll sein, die Nutzer automatisch zur passenden URL weiterzuleiten. Wenn Sie für Ihre Website die automatische Weiterleitung verwenden, achten Sie darauf, dass alle Googlebots wie alle anderen User-Agents behandelt und entsprechend weitergeleitet werden.

Unterstützte Weiterleitungstechniken

Der Googlebot unterstützt die folgenden beiden Weiterleitungstypen:

  • HTTP-Weiterleitungen
  • JavaScript-Weiterleitungen

HTTP-Weiterleitungen verwenden

HTTP ist eine häufig verwendete Methode zur Weiterleitung von Clients an gerätespezifische URLs. In der Regel erfolgt die Weiterleitung abhängig vom User-Agent, der im HTTP-Anfrage-Header angegeben ist. Es ist wichtig, dass die Weiterleitung mit der alternativen URL übereinstimmt, die im Tag link rel="alternate" der Seite oder in der Sitemap angegeben ist.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Server die Weiterleitung mit dem HTTP-Statuscode 301 oder 302 ausführt. Es wird aber empfohlen, nach Möglichkeit den Code 302 zu verwenden.

JavaScript-Weiterleitungen

Ist die HTTP-Weiterleitung schwierig zu implementieren, können Sie die Nutzer mithilfe von JavaScript zu den URLs weiterleiten, die im Tag link rel="alternate" angegeben sind. Wenn Sie diese Technik verwenden möchten, beachten Sie die auf der Client-Seite der Weiterleitung auftretende Latenz. Sie entsteht, weil die Seite zunächst heruntergeladen und das JavaScript dann geparst und ausgeführt werden muss, bevor die Weiterleitung erfolgen kann.

Es gibt viele Ansätze zur Implementierung einer JavaScript-basierten Weiterleitung. Beispielsweise können Sie auch die Medienabfragen, die Ihre Website bereits in den Linkannotationen der Seite verwendet, mithilfe von JavaScript ausführen. Dabei kommt die JavaScript-Funktion matchMedia() zum Einsatz.

Bidirektionale und unidirektionale Weiterleitungen

Verschiedene Websites implementieren bei der Weiterleitung unterschiedliche Ansätze. Bei einigen Websites werden lediglich mobile Nutzer, die eine Desktop-Seite besuchen, auf eine mobile Seite weitergeleitet. Dies ist eine unidirektionale Weiterleitung. Bei anderen Websites werden sowohl mobile Nutzer als auch Desktop-Nutzer weitergeleitet, wenn sie eine für die jeweils andere Umgebung vorgesehene Seite aufrufen. Dies ist eine bidirektionale Weiterleitung.

Beim Googlebot gibt es diesbezüglich keinen bevorzugten Ansatz: Wir empfehlen Webmastern, bei der Entscheidung über einen Weiterleitungsansatz die Nutzererfahrung zu berücksichtigen. Wichtig ist vor allem, dass die Weiterleitungen korrekt und konsistent sind, also die Nutzer zum jeweils passenden Inhalt auf der Desktopwebsite oder der mobilen Website geführt werden. Wenn die Konfiguration falsch ist, sind Ihre Inhalte für manche Nutzer womöglich überhaupt nicht sichtbar.

Außerdem empfehlen wir, den Nutzern eine Möglichkeit zu geben, den Weiterleitungsmechanismus bei Bedarf aufzuheben. Mobile Nutzer sollten auch die Desktopseite und Desktopnutzer sollten auch die mobile Seite aufrufen können, sofern sie dies wollen.

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