Gebotsübersichten

Mit Gebotsübersichten lassen sich Daten zur geschätzten Leistung Ihrer Anzeigengruppen, Kriterien und Kampagnen ermitteln. Diese Informationen ermöglichen es Ihnen, Ihre Gebotsstrategie anzupassen und zu optimieren.

Mit den Gebotsübersichten der API wird simuliert, wie sich eine Änderung von Geboten auf Kosten, Impressionen und Klicks auswirkt. Dies erfolgt analog zu Gebotssimulatoren in der AdWords-Benutzeroberfläche.

Anwendungsfall

Angenommen, eine Ihrer Anzeigen wird bereits seit einigen Wochen ausgeliefert und hat eine Menge Geld gekostet – viel mehr, als Sie erwartet hatten oder ausgeben wollten.

Nun wollen Sie testen, was passieren würde, wenn Sie Ihre Gebote ein wenig senken. Wie viel weniger Aufrufe und Klicks würden Sie erzielen? Wie viel weniger würde das kosten? Vielleicht erzielt Ihre Anzeige aber auch nicht die erwarteten Impressionen und Klicks und Sie wollen die Gebote entsprechend optimieren?

In solchen Fällen sind Gebotsübersichten hilfreich. Eine Gebotsübersicht enthält die erwarteten Aufrufe, Klicks und Kosten für einen Zeitraum, in dem Ihre Anzeige bereits präsentiert wurde.

Mit Gebotsübersichten können Sie Leistungsstatistiken zur vergangenen Woche mit dem aktuellen Gebotsniveau abrufen. Gleichzeitig sehen Sie, welche Ergebnisse Sie wahrscheinlich im selben Zeitraum mit anderen Geboten erreicht hätten.

Indem Sie analysieren, welche Leistung Ihre Anzeigen in der Vergangenheit hätten erzielen können, lässt sich eine fundierte Entscheidung darüber treffen, wie Ihre Gebote und Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene künftig angepasst werden sollten.

Anforderungen

Zur Nutzung von Gebotsübersichten muss die Kampagne die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Sie benötigen ein festes Kriterium sowie eine vorhandene Anzeigengruppe oder eine Kampagne, damit grundlegende Informationen für die Schätzung vorhanden sind.
  • Das Conversion-Tracking muss aktiviert sein.
  • Bei Ihrem Konto darf es sich nicht um ein Testkonto handeln. Gebotsübersichten basieren auf einer zurückliegenden Leistung, da über Testkonten keine Anzeigen ausgeliefert werden.

Außerdem kann nur mit Daten gearbeitet werden, die zum Suchnetzwerk-Anteil der relevanten Kampagne zählen. Mit Daten des Displaynetzwerks lassen sich keine Gebotsübersichten erstellen.

Anfragen senden

Bei der Abfrage von Gebotsübersichtsdaten gibt der API-Dienst ein BidLandscape-Objekt mit Informationen zum Zeitraum, zur Kampagne, zur Anzeigengruppe oder zum Kriterium zurück. Die Informationen richten sich danach, welche Daten angefordert werden. Der Zeitraum liegt immer in der Vergangenheit, weil berechnet wird, welche Leistung Ihre Anzeigen im selben Zeitraum unter denselben Bedingungen mit einem anderen Gebot oder einer anderen Gebotsanpassung auf Kampagnenebene erzielt hätten.

Die BidLandscape enthält auch eine Folge von Übersichtspunkten, die zusammen ein Histogramm der prognostizierten Leistung mit unterschiedlichen Geboten oder mobilspezifischen Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene in diesem Zeitraum ergeben.

Mithilfe von DataService können Sie drei Arten von Übersichten für Gebote oder mobilspezifische Gebotsanpassungen anfordern. Welche Sie auswählen, hängt von der Ebene ab, auf der Sie Gebote anpassen möchten: Kriterium, Anzeigengruppe oder Kampagne. Die Methoden get() und query() sind entsprechend benannt.

Gebotsübersichten für Kriterien und Anzeigengruppen abrufen

Im Beispiel unten wird angenommen, dass Gebote auf Kriteriumsebene festgelegt werden. Die Vorgehensweise zum Abrufen von Gebotsübersichten für Anzeigengruppen ist sehr ähnlich.

Das Abrufen von Gebotsübersichten funktioniert ähnlich wie eine normale Anfrage: Sie wählen die gewünschten Felder aus, legen die Prädikate fest, mit denen die Anzeigengruppen, Kriterien usw. eingeschränkt werden sollen, und führen dann einen get()- oder query()-Aufruf durch, um die Daten abzurufen.

In der Referenzdokumentation zu BidLandscape und LandscapePoint werden alle gültigen filterbaren und auswählbaren Felder aufgeführt.

Es spielt keine Rolle, ob sich das Feld in BidLandscape oder LandscapePoint befindet. Sie nehmen es in denselben Selektor oder in dasselbe Prädikat auf. Die Felder BidModifier, TotalLocalClicks, TotalLocalCost, TotalLocalImpressions und RequiredBudget werden nur für Anfragen von Gebotsübersichten für mobilspezifische Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene unterstützt. Liegen die Daten vor, werden die Felder automatisch an der entsprechenden Stelle in den SOAP- und Clientbibliotheken platziert. Felder an den LandscapePoints werden für jeden in BidLandscape zurückgegebenen LandscapePoint ausgefüllt.

DataServiceInterface dataService =
    adWordsServices.get(session, DataServiceInterface.class);
Selector selector = new SelectorBuilder()
    .fields(
        "AdGroupId",
        "CriterionId",
        "StartDate",
        "EndDate",
        "Bid",
        "LocalClicks",
        "LocalCost",
        "LocalImpressions") // Include whichever fields interest you
    .equals("AdGroupId", adGroupId.toString())
    .build();
CriterionBidLandscapePage page =
    dataService.getCriterionBidLandscape(selector);

Gebotsübersichten zu mobilspezifischen Gebotsanpassungen für Kampagnen abrufen

Gebotsübersichten zu mobilspezifischen Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene können ähnlich wie Gebote auf Anzeigengruppen- oder Kriteriumsebene abgerufen werden. Felder an den LandscapePoints werden für jeden in BidLandscape zurückgegebenen LandscapePoint ausgefüllt. In der Referenzdokumentation zu BidLandscape und LandscapePoint werden alle filterbaren und auswählbaren Felder aufgeführt. Es spielt keine Rolle, ob sich das Feld in BidLandscape oder LandscapePoint befindet. Sie nehmen es in denselben Selektor oder in dasselbe Prädikat auf.

Im folgenden Beispiel wird gezeigt, wie Sie Gebotsübersichten für mobilspezifische Gebotsanpassungen auf Kampagnenebene abrufen:

DataServiceInterface dataService =
    adWordsServices.get(session, DataServiceInterface.class);
Selector selector = new SelectorBuilder()
    .fields(
        "BidModifier",
        "CampaignId",
        "CriterionId",
        "StartDate",
        "EndDate",
        "LocalClicks",
        "LocalCost",
        "LocalImpressions",
        "TotalLocalImpressions",
        "RequiredBudget") // Include whichever fields interest you
    .equals("CampaignId", campaignId.toString())
    .build();
CriterionBidLandscapePage page =
    dataService.getCampaignCriterionBidLandscape(selector);

In Ergebnissen navigieren

CriterionBidLandscapePage (von [get|query]CriterionBidLandscape und [get|query]CampaignCriterionBidLandscape zurückgegeben) und AdGroupBidLandscapePage (von [get|query]AdGroupBidLandscape zurückgegeben) verhalten sich anders als andere Seitentypen. Statt paging.startIndex zu erhöhen und Anforderungen zu senden, bis sich paging.startIndex >= page.totalNumEntries ergibt, müssen Sie bei der Anfrage einer Gebotsübersicht Folgendes tun:

  • paging.startIndex um die Anzahl der in jeder Antwort gefundenen inneren Übersichtspunkte erhöhen
  • Anfragen senden, bis die Anzahl der in der letzten Antwort gefundenen inneren Übersichtspunkte kleiner als der im Selektor angegebene Wert für paging.numberResults (Seitengröße) ist

Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie dies in Java implementieren:

selector.getPaging().setNumberResults(PAGE_SIZE); // Set to your desired
                                                  // page size.
int landscapePointsInLastResponse = 0;
int offset = 0;
do {
  // Offset by the number of landscape points, NOT the number
  // of entries (bid landscapes) in the last response.
  offset += landscapePointsInLastResponse;
  selector.getPaging().setStartIndex(offset);
  landscapePointsInLastResponse = 0;
  CriterionBidLandscapePage page = dataService
    .getCriterionBidLandscape(selector);
  if (page.getEntries() != null) {
    for (CriterionBidLandscape bidLandscape : page.getEntries()) {
      for (BidLandscapeLandscapePoint landscapePoint : bidLandscape
        .getLandscapePoints()) {
        // Process results...
        landscapePointsInLastResponse++;
      }
    }
  }
} while (landscapePointsInLastResponse >= PAGE_SIZE);

In den entsprechenden Clientbibliotheken finden Sie jeweils ein vollständiges Beispiel.

Informationen zu den Ergebnissen

In den Ergebnissen sind verschiedene Gebote und die jeweils erwartete Leistung enthalten. Hier sehen Sie das Beispiel einer XML-Antwort auf eine Anfrage:

<landscapePoints>
  <bid>
    <ComparableValue.Type>Money</ComparableValue.Type>
    <microAmount>990000</microAmount>
  </bid>
  <clicks>278000</clicks>
  <cost>
    <ComparableValue.Type>Money</ComparableValue.Type>
    <microAmount>14500000000</microAmount>
  </cost>
  <impressions>648000</impressions>
  <promotedImpressions>0</promotedImpressions>
</landscapePoints>

Alle Elemente, die von LandscapePoints zurückgegeben werden können, sind oben aufgeführt. Der Wert promotedImpressions gibt an, wie oft es zu einer Impression an einer exponierten Position (also oben) auf der Suchseite kam.

Das XML-Snippet von oben stellt einen LandscapePoint dar, allerdings enthält BidLandscape eine Folge dieser Punkte. Jeder von diesen weist einen anderen Gebotsbetrag oder eine andere mobilspezifische Gebotsanpassung mit entsprechenden Statistiken auf, in der das geänderte Gebot oder die geänderte Gebotsanpassung berücksichtigt wird. Die Interpretation der Ergebnisse ist Ihnen überlassen. Mit den bereitgestellten Daten sollten Sie jedoch bestimmen können, wie sich eine Optimierung von Geboten und mobilspezifischen Gebotsanpassungen auf die Leistung auswirken könnte.

Ressourcen

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