Klick-Tracking in Google Ads

In Google Ads haben Werbetreibende Zugriff auf zahlreiche Informationen, z. B., wie oft ihre Anzeigen ausgeliefert wurden und wie häufig Nutzer darauf geklickt haben. Außerdem können weitere Conversion-Messwerte zur Verfügung gestellt werden, etwa Anzeigenimpressionen oder Klicks. Hierfür sind lediglich einige zusätzliche Einrichtungsschritte erforderlich. Darüber hinaus können Werbetreibende URL-Parameter für das Klick-Tracking verwenden, um Informationen zu erhalten, die sich für Analysesysteme von Drittanbietern eignen.

So funktioniert Klick-Tracking bisher

Beim Klick-Tracking mit Google Ads geben Sie die Landingpage-URL ins Feld finalUrls, finalMobileUrls oder finalAppUrls ein, je nach Anzeigentyp und Werbenetzwerk. Klickt ein Nutzer nun auf Ihre Anzeige, wird er direkt zu dieser Landingpage-URL weitergeleitet:

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Beim benutzerdefinierten Klick-Tracking, z. B. mit dem Klickmesssystem eines Drittanbieters, müssen Sie zusätzlich im Feld trackingUrlTemplate eine Tracking-Server-URL angeben. Bei der Auslieferung wird die Landingpage-URL durch Google Ads dann so zusammengesetzt, dass der Nutzer beim Klick auf die Anzeige zuerst zum Tracking-Server und von dort zur Landingpage geleitet wird:

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Paralleles Tracking

Paralleles Tracking ist eine neue Methode zur Verarbeitung von Tracking-Anfragen, wenn das benutzerdefinierte Klick-Tracking implementiert wird. Dabei wird die Browserfunktion "sendBeacon" genutzt, um das Tracking im Hintergrund auszuführen, sodass der Nutzer schneller an sein Ziel gelangt. So kommt es seltener vor, dass ein Nutzer nach dem Klicken auf Ihre Anzeige nicht zur Zielseite gelangt, da er eine andere Seite aufruft, bevor die Weiterleitung über die Tracking-URL abgeschlossen ist.

Paralleles Tracking ist optional und funktioniert nur bei Suchnetzwerk- und Shopping-Kampagnen auf Android-Geräten im Chrome-Browser (Stand: Mai 2018). Noch im Laufe des Jahres wird paralleles Tracking zur einzigen verfügbaren Methode werden. In den nächsten Monaten werden immer mehr Kampagnentypen und Browser unterstützt. Wenn ein Nutzer Ihre Anzeige in einem Browser sieht, der paralleles Tracking noch nicht unterstützt, wird in AdWords das herkömmliche sequenzielle Tracking verwendet.

Weiterleitungen bei Verwendung von parallelem Tracking:

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Technische Anforderungen an paralleles Tracking

Bevor paralleles Tracking aktiviert werden kann, müssen einige technische Anforderungen erfüllt sein. Je nachdem, wie Ihr System derzeit für das Tracking und die Berichterstellung eingerichtet ist, haben diese Punkte unter Umständen Auswirkungen auf Sie.

Weiterleitungen

Paralleles Tracking unterstützt ausschließlich Weiterleitungen auf Serverebene. Außerdem muss HTTPS von allen URLs in der Tracking-Weiterleitungskette unterstützt werden. Falls HTTP- oder Weiterleitungen auf der Seite (z. B. JavaScript oder HTML) Teil der Kette sind, endet die Tracking-Abfolge an der vorherigen URL. Für den Nutzer hat dies keine Auswirkungen, da das Tracking im Hintergrund geschieht, aber Tracker, die nicht aufgerufen werden, erhalten auch keine Klick-Tracking-Informationen.

So stellen Sie sicher, dass paralleles Tracking korrekt funktioniert:

  1. Richten Sie den Tracking-Server für die Verwendung des HTTPS-Protokolls ein, sofern es nicht bereits genutzt wird. Außerdem muss für interne Weiterleitungen, die Sie unter Umständen festgelegt haben, ebenfalls HTTPS verwendet werden.
  2. Weiterleitungsmechanismen, bei denen eine Methode auf der Seite verwendet wird (z. B. eine JavaScript-Weiterleitung), funktionieren nicht. Falls Ihre Tracking-Weiterleitungskette einen solchen Mechanismus enthält, müssen Sie ihn entfernen.

Automatische HTTP/HTTPS-Änderung

Auch wenn wir keine Kontrolle über die nachfolgenden Weiterleitungen haben, wird der erste Tracking-Aufruf in AdWords immer zu "HTTPS" geändert, wenn er nicht so eingetragen ist. Für die finale URL kann entweder "HTTP" oder "HTTPS" verwendet werden. Ihr Server muss die Anfrage jedoch verarbeiten können, wenn das Protokoll für eine Ihrer in AdWords eingegebenen URLs zu "HTTPS" geändert wird.

Bei der Tracker-URL tracker.example.com sollte beispielsweise sowohl http://tracker.example.com als auch https://tracker.example.com unterstützt werden.

Klick-IDs

Einige Tracking-Server verwenden bei der Weiterleitung zur Zielseite eine Klick-ID, sodass der Parameter von der Website gelesen und gespeichert werden kann, um verschiedene Messungen zusammenzufügen. Dies ist bei parallelem Tracking nicht möglich, da beim Aufrufen des Tracking-Servers keine Weiterleitung an die Website erfolgt.

Sie können dieses Problem umgehen, indem Sie im Kundenkonto die automatische Tag-Kennzeichnung aktivieren. Dadurch wird der GCLID-Parameter (Google Click Identifier) bei der Auslieferung an das Ende der URL der Landingpage und der Tracking-Vorlage angehängt und kann so sowohl von Tags auf Seiten (z. B. Google Analytics) als auch von Tracking-Servern verarbeitet werden. Dieser Parameter kann als gemeinsamer Schlüssel verwendet werden, um Zugriffsdaten zusammenzufügen.

Neben der automatischen Tag-Kennzeichnung haben wir einen neuen ValueTrack-Parameter {gclid} eingeführt. Falls Sie derzeit mit einem Parameter Ihre eindeutige ID einfügen, können Sie stattdessen {gclid} als Wert nutzen. So lässt sich die Anzahl der erforderlichen Änderungen an Ihrer Website potenziell verringern. Wenn beispielsweise die finale URL oder Tracking-Vorlage in AdWords partner_Id=[Dynamically-generated click ID] enthält, können dies jetzt zu partner_id={gclid} ändern.

Neuzusammensetzung von URLs

Bei der Auslieferung werden Parameter, die im Feld "Tracking-Vorlage" an den ValueTrack-Parameter {lpurl} und dessen Varianten angehängt sind, anhand von Codierungsregeln geparst und an den Landingpage-Aufruf angefügt. Beim parallelen Tracking wird der Parameter {lpurl} im Tracker-Aufruf durch eine URL ersetzt, z. B. https://google.com/asnc/dGVzdA. Zudem werden alle Parameter, die zur Landingpage führen, an diese google.com-URL. angehängt.

Wenn Sie {lpurl} durch eine andere URL von Google ersetzen, ist sichergestellt, dass Ihre Webseite nicht zweimal kontaktiert wird (einmal beim Klick des Nutzers und ein weiteres Mal bei der Weiterleitung durch paralleles Tracking). Nutzer sollten weiterhin vom Tracker an diese Ersatz-URL weitergeleitet werden, da dieser normalerweise den ValueTrack-Parameter {lpurl} verarbeiten würde. Nach der Weiterleitung wird von der Ersatz-URL von Google der HTTP-Statuscode 204 zurückgegeben.

Hier ein Beispiel:

AdWords-Einrichtung
Finale URL http://mywebsite.com?something=foo
Tracking-Vorlage https://redirect.com?url={lpurl}%3Flpvar%3Dabc&src=google
Aufrufe mit Unterstützung für paralleles Tracking
Navigation http://mywebsite.com?something=foo&lpvar=abc
Aufruf des parallelen Trackers https://redirect.com?url=https%3A%2F%2Fgoogle.com%2Fasnc%2FdGVzdA%3Fsomething%3Dfoo%26pvar%3Dxyz
Aufrufe ohne Unterstützung für paralleles Tracking
Browser-Aufruf https://redirect.com?url=http%3A%2F%2Fmywebsite.com%3Fsomething%3Dfoo%3Flpvar%3Dabc&src=google
--> Sequenzieller Hop http://mywebsite.com?something=foo&lpvar=abc

Wie gezeigt geschieht Folgendes, wenn paralleles Tracking angewendet wird:

  1. Der Parameter lpvar=abc wird geparst und an die Zielseiten-URL angefügt.
  2. Der Parameter {lpurl} im Tracker-Aufruf wird durch eine andere URL ersetzt.
  3. Die Ersatz-URL enthält alle an die Landingpage gesendeten Parameter, sodass sie vom Tracking-Server bei Bedarf verarbeitet werden kann.

Zielseiten-Parameter

Da die finale URL bei einem Nutzerklick von AdWords abgerufen und direkt im Browser geladen wird, können während der Weiterleitung zum Zeitpunkt des Klicks keine Zielseiten-URL-Parameter mehr von Klick-Trackern hinzugefügt oder geändert werden. Diese Parameter müssen direkt in das Feld finalUrlSuffix eingegeben werden.

Dieser Parameter wird in allen Objekten unterstützt, bei denen trackingUrlTemplate unterstützt wird. Der in dieses Feld eingegebene String wird an den Zielseitenaufruf und an die Ersatz-URL von Google angehängt. Dadurch kann der Tracking-Server diese Parameter nach Bedarf verarbeiten. In diesem Feld sind Tracking-Parameter (benutzerdefiniert und ValueTrack) ähnlich wie im Feld für die Tracking-URL-Vorlage zulässig.

Hier ein Beispiel:

Aktuelle AdWords-Einrichtung
Finale URL http://mywebsite.com?something=foo
Suffix der finalen URL  
Tracking-Vorlage https://redirect.com?url={lpurl}
Zielseitenparameter
(vom Klick-Tracker bei der Klickweiterleitung hinzugefügt)
pvar=xyz
Änderungen für paralleles Tracking:
Suffix der finalen URL pvar=xyz
Aufrufe mit Unterstützung für paralleles Tracking
Navigation http://mywebsite.com?something=foo&pvar=xyz
Aufruf des parallelen Trackers https://redirect.com?url=https%3A%2F%2Fgoogle.com%2Fasnc%2FdGVzdA%3Fsomething%3Dfoo%26pvar%3Dxyz&src=google
Aufrufe ohne Unterstützung für paralleles Tracking
Browserladevorgang https://redirect.com?url=http%3A%2F%2Fmywebsite.com%3Fsomething%3Dfoo%26pvar%3Dxyz
--> Sequenzieller Hop http://mywebsite.com?something=foo&pvar=xyz

Beim sequenziellen Tracking werden Browser-Cookies im Erstanbieterkontext für die Domain des Trackers festgelegt. Mit Beacon-Funktionen werden die Cookies in einem Drittanbieterkontext in die Haupt-JAR-Datei des Browsers geschrieben. Wenn Ihr Dienst nur korrekt funktioniert, wenn Cookies im Erstanbieterkontext geschrieben werden, nehmen Sie bei sich die gegebenenfalls erforderlichen Änderungen vor.

Paralleles Tracking aktivieren

Ab Version 201802 können Sie paralleles Tracking aktivieren, indem Sie das Feld parallelTrackingEnabled des Kunden auf true einstellen. Künftig wird paralleles Tracking die einzige von Google Ads unterstützte Tracking-Methode sein. Dieses Feld steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Tools zur Fehlerbehebung

Mit den folgenden Tools können Sie Fehler in der Einrichtung von parallelem Tracking beheben.

Verbessertes Tool für die Vorschau von Anzeigenklicks

In der Vorschaufunktion neben der Tracking-Vorlage in der AdWords-Benutzeroberfläche (Schaltfläche Testen) sind jetzt folgende URLs zu sehen:

  • Wenn paralleles Tracking verfügbar ist:
    • Zielseiten-URL, die im Browser geladen wird
    • Tracking-URL, die im Hintergrund geladen wird
  • Wenn kein paralleles Tracking verfügbar ist:
    • Tracking-URL, die im Browser geladen wird (sequenzielles Tracking)

Sie können sich diese URLs ansehen und überprüfen, ob die Parameter wie gewünscht an die Landingpage und den Tracker gesendet werden. Mit den Sofortprüfungen durch dieses Tool lassen sich keine speziellen Fehler in Zusammenhang mit Anforderungen an das parallele Tracking erkennen (z. B. https://requirement).

Indikator für paralleles Tracking

Wenn Sie die Tracking-URL mit der Option für paralleles Tracking aufrufen, wird in Google Ads ein gb=1-Parameter an die URL angehängt. Damit können Sie Aufrufe für paralleles Tracking in Tracking-Lösungen identifizieren.

Einzelne Kampagnen testen

Sie können einzelne Kampagnen testen, ohne das gesamte Konto für paralleles Tracking zu aktivieren. Dadurch sind Sie in der Lage, End-to-End-Tests in beschränktem Umfang durchzuführen. So aktivieren Sie paralleles Tracking für bestimmte Kampagnen:

  1. Wechseln Sie zu der Seite Einstellungen für die gewünschte Kampagne.

  2. Maximieren Sie gegebenenfalls Weitere Einstellungen und erstellen Sie unter URL-Optionen für Kampagne einen benutzerdefinierten Parameter {_beacon}. Weisen Sie diesem den Wert true zu.

    Sie müssen diesen Parameter in keiner Ihrer URLs verwenden.

    Wenn das Google-System diesen Parameter findet, werden alle Klicks dieser Kampagne mit parallelem Tracking erfasst.

  3. Überprüfen Sie, ob paralleles Tracking aktiviert ist. Hierzu suchen Sie in den Tracking-Aufrufen nach &gb=1. Dies weist auf einen Hintergrundaufruf aus dem Browser hin.

Sie können paralleles Tracking zu Testzwecken für alle Browser erzwingen, auch für solche, die von uns noch nicht offiziell unterstützt werden. Rufen Sie hierzu über diesen Link die Google-Suche auf. Das funktioniert auch für Anzeigenklicks von Konten oder Kampagnen, die nicht für paralleles Tracking aktiviert sind.

Zusätzlicher Support

Wenn Sie zusätzlichen Support benötigen, können Sie sich an ads-clicktracking-support@google.com wenden.

Weitere Informationen

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